Viniyoga im deutschsprachigen Raum

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Das Deutsche Ärzteblatt über Yoga, Yogatherapie und die Vorgehensweise im Viniyoga

 

» Die positive Kraft des Yoga

Mit Asanas, Atem- und Meditationstechniken kann sich Yoga positiv auf Körper und Geist auswirken. In der Psychotherapie eingesetzt kann Yoga dazu beitragen, Angstzustände zu verringern und Depressionen günstig zu beeinflussen. Wichtig wären mehr Wirksamkeitsstudien und qualitätsgesicherte Yoga-Lehrer-Ausbildungen. «
So titelt das Deutsche Ärzteblatt (Heft 1, Januar 2014) in einem Artikel von Joachim Koch und schreibt unter anderem:

» Lange nicht alles Wissen, das im Yoga weitergegeben wird, kann als wahr anerkannt werden. Häufiger wird festgestellt, gerade diese eine Übung helfe bei einer spezifischen Krankheit, oder der Kopfstand verbessere die Hirndurchblutung. Diese Feststellungen treffen nicht zu. Yoga hat viele positive Effekte, aber entgegen überschätzten Yoga-Fitness-Behauptungen ersetzt es zum Beispiel keinen Ausdauersport.

Spannend ist die Verbindung der Jahrtausende alten Yogapraxis mit neuen wissenschaftlichen Erkennt- nissen. Es wurde beispielsweise festgestellt, dass Yoga positiv zur Gesundheit von Herz und Kreislauf beiträgt oder die Menge der Antioxidantien im Blut erhöht. Yogaübungen werden oft in Gruppen durchgeführt und zielen mit ihren Auswirkungen auf die ganze Person und auf die Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens ab. In der Tradition des Yogalehrers Krishnamacharya wird Yoga auch therapeutisch eingesetzt. «

Dabei wird speziell und individuell auf die Beschwerden eingegangen, die der Patient berichtet, zum Beispiel langanhaltende Rückenschmerzen und mit den Klienten in einer Einzelsitung ein entsprechendes Übungsprogramm erarbeitet.

» Auf einem Protokollblatt, das der Patient mit nach Hause nimmt, sind die „verordneten“ Yogaübungen verzeichnet. Der Kurs ist klar gegliedert, es handelt sich beispielsweise um sechs Übungen, die durchnummeriert sind. Die Positionen sind verzeichnet, die Atemrichtungen und wie häufig die Übung durchgeführt werden soll. Neben den Strichmännchen ist Platz für Erläuterungen, zum Beispiel dass die Arme nur soweit gehoben werden sollen, wie es schmerzfrei möglich ist. Wenn der Patient in die nächste Sitzung kommt, werden Erfahrungen und Veränderungen besprochen, und möglicherweise wird der erste Kurs modifiziert. Beim Entwerfen eines neuen Kurses ist die Kreativität des Therapeuten gefragt. Aus kleinen Beobachtungen entstehen in den Yogasitzungen dann neue und wirksame Übungsvarianten.

Yogatherapie kann bei speziellen Beschwerden eingesetzt werden. Yoga kann mit der Übung der Asa- nas nicht nur ein effektives Muskeltraining sein, sondern mit seinen drei Bestandteilen auf alle körper- lich-geistigen Systeme positiv einwirken.

Für Deutschland kann festgestellt werden, dass Ausbildungen zum Yogalehrer von der Qualität, der Ausrichtung und der Dauer sehr unterschiedlich sind und Yogapraktizierende gut beraten sind, sich über die Aus- und Weiterbildungen ihrer Yogalehrer zu informieren. «